Fragenbeantwortungen

von Abdrushin



Obsah


55. Was ist Energie? Und was ist Schwerkraft?

Frage: Was ist Energie? Und was ist Schwerkraft?

Antwort: Diese Fragen sind voraus gegriffen; denn sie werden erst in den kommenden Vorträgen der Gralsblätter ausführlich mit behandelt. Doch ich will sie in aller Kürze wenigstens andeutend beantworten:

Energie ist Geist! Gerade das Kapitel Geist muss ich noch viel behandeln; denn Geist umfasst so ziemlich alle ungelösten Fragen unserer jetzigen Wissenschaft. Geist hat auch viele Abstufungen, was bisher noch nicht in Betracht gezogen werden konnte, weil es jemand weiss, da „Geist“ von dieser Menschheit überhaupt noch nicht erkannt wurde.

Geist ist so vielseitig in seinen Abstufungen, dass er in diesen vielen Abstufungen alle die Irrtümer erstehen liess, an denen sich die Menschen immer noch vergeblich ihren Kopf zerbrechen.

Die von der exakten Wissenschaft genannte Energie ist also Geist. Doch nicht solcher Geist, aus dem der sich-bewusste Menschengeist sich bildet, sondern anderer Art. Heute darüber nur kurz: Die Urgeschaffenen in der geistigen Schöpfung, also dem Paradiese, strahlen in ihrem Wollen aus. Diese Ausstrahlungen sind auch geistig, jedoch eine Abstufung nach unten zu; denn sie sind nicht direkte Ausstrahlungen des Heiligen Geistes, des göttlichen Willens, sondern Ausstrahlungen der durch den heiligen Geist Geschaffenen! Diese Ausstrahlungen dringen nun als geistige Abstufung nach unten zu strahlenartig über die Grenze des geistigen Reiches und durchfluten die anderen Teile des Weltalls, tragen aber trotz der Abstufung immer noch als geistigseiend lebendige Kraft in sich, die nicht nur stossend und drängend, sondern auch magnetartig anziehend auf andersartige, nichtgeistige Umgebung wirkt.

Die magnetartige Anziehungskraft dieser geistigen Strömungen jedoch ist in ihrer Stärke nicht so gross, als die des Paradieses, also der geistigen Urschöpfung, die das ganze Weltall hält. So kommt es, dass die aus dem geistigen Reiche hinausgedrängten Strömungen immer nur kleine Teilchen andersartiger Umgebung an sich ziehen können, und dadurch von diesen umhüllt werden, welcher Vorgang die erst einheitlichen Strömungen zerteilt. Ein solcher geistiger Strom wird dadurch in natürlichem Geschehen in zahllose Stäubchen zergliedert, da die Umhüllungen des Angezogenen trennend wirken. Diese Umhüllungen sind nun allerdings nur ganz winzige, dünne Schichten der verschiedenen Umgebungsarten, weil das einzelne kleine geistige Stromstäubchen auch nur seiner Winzigkeit entsprechende kleine magnetische Kraft zum Halten hat. Dadurch entstehen dann nach und nach Elektronen, Atome usw.

Doch der Weg bis dahin ist unendlich weit. Auch diesen will ich heute kurz beschreiben. Stellen Sie sich vor: Die Ausstrahlungen der Urgeschaffenen in ihrer Aktivität des Wollens drängen über die Grenze des Paradieses hinaus. Sie kommen in das Reich des Wesenhaften als magnetisch anziehende Fremdlinge. Das Wesenhafte selbst besteht wieder aus vielen Abstufungen, die ich vorläufig erst nur in drei Grundarten einteilen will: In die feine, die mittlere, und in die grobe Wesenhaftigkeit, ganz abgesehen von den Grundarten der bewussten Wesenhaftigkeit als in dieser Art Höchstes, und der unbewussten Wesenhaftigkeit.

Beim Eintreten des geistigen Stromes in die feine Art der Wesenhaftigkeit geht, durch die magnetische Kraft des Stromes hervorgerufen, sofort die Umhüllung durch diese feine Wesenhaftigkeit vor sich, wodurch gleichzeitig sofort eine emsige Bewegung einsetzt. Dieser Umhüllungsvorgang sieht aus, als ob sich ein feindliches Heer auf diesen Eindringling, den geistigen Strom, stürzt, während aber in Wirklichkeit nur das Geistige in dieser fremden Art seiner neuen Umgebung die Bewegung durch die ihm eigene magnetische Anziehungskraft hervorruft. Das Wesenhafte eilt ihm, angezogen, in fliegender Hast entgegen. Mit der Umhüllung erfolgt gleichzeitig die Zerstäubung des Stromes. Es gibt kein Vermischen des Geistigen mit dem feinen Wesenhaft en, sondern nur ein Umschliessen des Geistigen durch das Wesenhafte. Der Kern ist ein geistiges Stäubchen, das rund umhüllt von der feinen Wesenhaftigkeit ist, die durch die magnetische Anziehungskraft des geistigen Kernes gehalten wird.

Der geistige Kern behält aber seine magnetische Ausstrahlung trotz der Umhüllung, und durchdringt damit die feine wesenhafte Hülle. Bei diesem Hindurchdringen ersteht aber Wärme, und eine Veränderung geht mit der Strahlung des Geiststäubchens vor. Sie tritt durch die Verbindung anders aus, als sie erst war, und gewinnt in dieser Veränderung Einwirkung auf die mittlere Wesenhaftigkeit.

Gleichzeitig ist durch den Vorgang des Anziehens der feinen Wesenhaftigkeit in der Umhüllung ein Zusammenpressen der einzelnen Teile der feinen Wesenhaftigkeit erfolgt, also ein Anhäufen um jedes Geiststäubchen; und dieses gepresste Anhäufen erzeugt Raumverminderung einer bestimmten Masse der anderen noch freischwebenden losen Umgebung der feinen Wesenhaftigkeit gegenüber. Dadurch wird sie von der Anziehungskraft des geistigen Reiches, des Paradieses, nicht mehr auf gleicher Höhe wie die noch lockeren Teile gehalten. Es tritt mit dem Zusammenpressen ein weiteres Entfernen von dem stets gleichmässig arbeitenden magnetischen Kraftwerke ein, das in der Beschaffenheit der geistigen Schöpfung, des Paradieses, ruht. Und dieser Vorgang ist der Eintritt des Gesetzes der Schwere. Er ist gleichzeitig ein Wendepunkt in dem Antrieb des bis dahin erfolgten Geschehens.

Man muss den Vorgang scharf beobachten: Durch die Tätigkeit des Wollens der Urgeschaffenen entstehen Ausstrahlungen. Doch wohlgemerkt, diese Ausstrahlungen sind nicht das Wollen selbst, sondern nur die Begleiterscheinungen des Wollens, Nebenwirkungen des Hauptstromes eines Wollens. Trotzdem erhalten diese vom Urheber unkontrollierten Nebenwirkungen immer noch so viel Stosskraft, dass sie über die Grenze des geistigen Reiches hinausgedrängt werden, und dort durch die ihnen in ihrer geistigen Art innewohnende magnetische Anziehungskraft die Wirkung hervorrufen, die ich eben schilderte. Der Hauptstrom des Wollens der Urgeschaffenen hat damit nichts zu tun, er wirkt sich immer nur direkt an dem gewollten Ziele aus. Viel kraftvoller, bewusster. Darüber spreche ich ein anderes Mal.

Die sofortige Umhüllung der über die Grenze gedrängten geistigen Stäubchen verhindert unmittelbar das selbsttätige Zurückfluten in das Geistige, da sich die Schicht des feinen Wesenhaften dazwischen drängt, oder besser, durch die eigene Anziehungskraft der Geiststäubchen dazwischen gehalten wird. Der erste Vorgang der Entfernung von dem magnetischen Zentrum war also ein Hinaus-gedrängt-werden als Nebenauswirkung irgend eines bewussten Wollens. Mit der ersten Umhüllung jedoch setzt sofort als Urheber der Weiterbewegung Gegenteiliges ein: Das Sich-weiterentfernen-müssen durch die im Anziehen erfolgte Verdichtung der feinen Wesenhaftigkeit im Verhältnis zu der bisherigen Umgebung der anderen noch unverdichteten feinen Wesenhaftigkeit. Von da ab wirken dann stets mehrere Faktoren in dem Bewegungstriebe mit. Bei jeder weiteren Umhüllung tritt ein neuer Faktor dazu bei.

Eingeschaltet muss hier wieder werden, dass jede einzelne Art in der Gesamtschöpfung in ganz besonderem, durch seine Beschaffenheit bedingtem Grade für sich eingestellt ist auf die Anziehungskraft der geistigen Urschöpfung, grundgebend abgestimmt immer auf die lose, unzusammenhängende, also nicht gepresste jeweilige Art.

Die Feinstofflichkeit ist also auf einen anderen Grad der Anziehungskraft eingestellt als die Grobstofflichkeit. Ebenso aber auch wiederum anders als die Wesenhaftigkeit. So kommt es, dass bei der Umhüllung des Geiststäubchens durch Zusammenpressen feiner Wesenhaftigkeit sofort ein anderer Grad für die Anziehungskraft der geistigen Urschöpfung eintritt, die das umhüllte Geiststäubchen sich weiter von dem Anziehungspunkte entfernen lässt.

Dieser Vorgang wiederholt sich bei jeder neuen Umhüllung. Er wird das Gesetz der Schwere genannt, das in Wirklichkeit in der jeweiligen Entfernungsmöglichkeit eines jeden Dinges von der natürlichen Anziehungskraft der geistigen Urschöpfung verankert ist! Diese Entfernungsmöglichkeit wird durch die jeweilige Beschaffenheit in seinen verschiedenen Veränderungen bedingt.

Für den weiteren Fortgang kann ich mich kürzer fassen: Die zusammengepresste Hülle der feinen Wesenhaftigkeit bringt das nach unseren Begriffen genannte Sinken mit sich, unter den oben genannten Wirkungen, nähert sich damit der mittleren Wesenhaftigkeit, für welche nunmehr die durch die Hülle veränderte Ausstrahlung des Geistigen genau wieder so anziehend wirkt, als vorher das geistige Stäubchen auf die feine Wesenhaftigkeit. Hier sei wiederum beachtet, dass die direkte Ausstrahlung des Geiststäubchens, also die unveränderte, auf die mittlere Wesenhaftigkeit nicht so stark wirken könnte, als die nunmehr durch die Hülle der feinen Wesenhaftigkeit veränderte Ausstrahlung. Erst diese kann so anziehend auf die mittlere Wesenhaftigkeit wirken, dass sie sich sofort wieder als weitere Hülle über die Hülle der feinen Wesenhaftigkeit legt, und von der veränderten Anziehungskraft des Geiststäubchens gehalten wird.

Der gleiche Vorgang beginnt damit wie in der feinen Wesenhaftigkeit, und auch hier wird dann die Ausstrahlung des Geiststäubchens wiederum verändert, indem es durch die zwei Hüllen beeinflusst ist. So geht es weiter in die grobe Wesenhaftigkeit, von da in die feine, mittlere und grobe Feinstofflichkeit, immer wieder neue Hüllen der verschiedenen Arten aufnehmend, bis es zuletzt dann in die feine Grobstofflichkeit tritt, und damit diese Hülle um sich legt. Von hier aus geht es in die mittlere Grobstofflichkeit, und dann erst in die schwere, also grobe Grobstofflichkeit, die in ihrem losen Zustande durchaus der Grobstofflichkeit unseres Körpers und unserer sichtbaren Umgebung entspricht. Erst hierin aber werden sie nun zu Allem dem, was der exakten Wissenschaft von heute bekannt ist, zu Elektronen, Atomen usw.

Die treibende Energie ist jedoch nur der Kern in Allem, das winzige Geiststäubchen, das als niederste Abstufung im Geistigen nur zu den Nebenerscheinungen des Wollens der Urgeschaffenen im sogenannten Paradiese, der Geistzentrale der Schöpfung, gehört.

Die Schilderung ist in dieser Ausführung natürlich noch sehr einseitig; und aus diesem Gesagten kann man nur Nutzanwendung ziehen, sobald auch die Gesetze der Gleichart mit in Anwendung gebracht werden. Dabei muss man in erster Linie auf die Hüllen achten; denn jede Hülle ist nur den Gesetzen seiner Art unterworfen, was gleichbedeutend damit ist, dass sich das Geiststäubchen immer nur dort richtig betätigen kann, wo seine jeweilig äusserste Hülle in ihrer Gleichart ist. Mit der grobstofflichen Hülle also nur in der Grobstofflichkeit, und da auch nur wieder in der ganz bestimmten jeweiligen Art. Mit der feinstofflichen Hülle nur in der Gleichart der Feinstofflichkeit. In der wesenhaften Hülle nur in der jeweiligen Art der Wesenhaftigkeit.

Selbstverständlich ergibt sich dabei, dass sich das von uns bezeichnete Gesetz der Schwere, also der Entfernungsmöglichkeit von der Anziehungskraft des geistigen Reiches, auch immer nur vorherrschend an der jeweiligen äusseren Umhüllung auswirkt. Diese also ausschlaggebend für den Aufenthalt und für die Kraft der direkten Betätigung ist. Die Schlüssel zum Öffnen der Eingänge in andere Arten, wie aus der feinen Wesenhaftigkeit in die mittlere und grobe, sowie dann in die Stofflichkeiten, sind stets die durch weitere Umhüllungen stets entstehenden Veränderungen der Ausstrahlungen des Geiststäubchens. Ohne diese Veränderungen wäre weder ein Übergang noch eine Betätigung in der Anziehung möglich. Geistiges müsste also vollkommen unwirksam bleiben, sobald es übergangslos direkt in die Stofflichkeit käme, da dadurch jede Verbindungsmöglichkeiten fehlen. —

Zum Schluß noch eins: Aus meiner Erklärung geht demnach hervor, dass Geistiges allein nicht dem Gesetze der Schwere unterworfen ist! Es kennt keine Schwere und wird immer, sobald seine Hüllen gelöst sind, unaufhaltsam nach oben steigen, oder fliegen müssen. In das geistige Reich, was dem Gesetz der uns bekannten Schwere nicht unterliegt.

Um Irrtum zu vermeiden, will ich darauf hinweisen, dass das Geistsamenkorn des Menschen eine ganz andere Art des Geistigen ist als die hier geschilderten Geistströmungen. Es hat auch viel mehr Anziehungskraft und übt diese bis zu einem gewissen Grade auch direkt auf die umhüllten Geiststäubchen aus. So mancher Hörer wird sich nun denken können, dass die immerhin grosse Verteilung geistiger Arten in der Nachschöpfung, also auch unseren Teilen, in ihrem Befreitsein von der Schwere der Umgebung eine ungeheuere Auftriebskraft in sich tragen, nach dem geistigen Ursprung zu, und somit, verbunden mit der von dort kommenden Anziehungskraft, dem ganzen Weltenall den Halt mit geben und die Bahn bedingen helfen, die alles einzuhalten hat.

Das Gebiet ist so gewaltig, dass der kleine Überblick von heute in viele Vorträge verteilt werden muss, um die Hörer und die Leser richtig einzuführen. Aber trotz der anscheinenden Schwierigkeit läuft alles wiederum zuletzt nur auf die grösste Einfachheit zurück. Allein die Abzweigung des Menschengeistes in der Unterdrückung seiner geistigen Aufnahmefähigkeit zwingt mich, in jahrelangen Vorträgen die Hörer durch die mühseligen Pfade der Verstandeswege hindurchzuführen, weil sich ein jeder ohne Ausnahme in dem Gestrüpp verlor.

Die Anhäufung der geschilderten Teilchen zu Gestirnen, mit dabei entstehender Ansammlung magnetischer Kraft des darin enthaltenen Geistigen, die ausser des auf sie wirkenden grossen Kraftzentrums des geistigen Reiches unter sich und in sich wieder eigene, den geistigen Reiche gegenüber natürlich weit schwächere Anziehungszentralen haben, welche in der grossen Entfernung von dem Paradiese als Hauptzentrum auch unter sich besonders wirken können, trotzdem sie immer in dem Banne der Hauptanziehungskraft des geistigen Paradieses hängend verbleiben, wird eine Serie von Vorträgen für sich. Ebenso die Anhäufung zu Menschen-, Tier- und Pflanzenkörpern. —

Wissen ist Macht! Der Ausspruch wird viel angewendet, doch ist damit ein ander Wissen nötig als man heute schon zu haben glaubt. Es ist geistiges Wissen, nicht nur Verstandeswissen! Bisher hat die exakte Wissenschaft noch nichts Besonderes darin erreicht, und alle Anderen verlieren sich mit unsicherem Tasten in das Reich der unzähligen Mängel niederer Gebiete. Nur wer alle Geheimnisse der Schöpfung kennt, der kann die Welt der Stofflichkeit erblühend machen oder sie in Trümmer legen. —

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